Start Stipendienprojekt Wie funktioniert das Projekt?

Die Auswahl der Familien

Die Auswahl der Familien, die ein Stipendium erhalten, trifft die örtliche Partnerorganisation des Nicaragua-Vereins APREDEN in Zusammenarbeit mit VertreterInnen der Schulen, der Gemeinde und anderer vor Ort tätiger Hilfsorganisationen. So soll gewährleistet werden, dass die Unterstützung die bedürftigsten Familien der Gemeinde erreicht.Die Betreuung des Projektes übernimmt jeweils für ein Jahr eine/r der vier Freiwilligen aus der Region Oldenburg, die im Rahmen des entwicklungspolitischen Dienstes „weltwärts“ für den Nicaraguaverein Oldenburg in San Francisco Libre arbeiten. Sie/er wird darauf vom Nicaragua-Verein vorbereitet und vor Ort von einer/m Verantwortlichen von APREDEN betreut.Jeweils zu Beginn des Monats holen die Familien das Geld in der Bibliothek, die auch das Zentrum der Vereinsarbeit darstellt, im Hauptort der Gemeinde SFL ab. Die Auszahlung (in der Landeswährung Cordoba) übernimmt die/der weltwärts-Verantwortliche zusammen mit der ständigen nicaraguanischen Mitarbeiterin Jhosselin.

Außer der monatlichen finanziellen Unterstützung erhalten die Stipendiaten regelmäßig Schulhefte und Stifte.

Mütter vor der Bibliothek

 

Während des ganzen Jahres besucht die/der Freiwillige die StipendiatInnen und ihre Familien regelmäßig, spricht mit ihnen über die schulische und familiäre Situation und organisiert den Austausch von StipendiatInnen und UnterstützerInnen. In enger Kooperation zwischen APREDEN und dem Nicaragua-Verein Oldenburg wird gewährleistet, dass die ausgewählten Familien eine dauerhafte Unterstützung bis zum Ende der Schullaufbahn ihrer Kinder erhalten können.

Die Hochwassersituation und das Stipendienprojekt

Die Hochwassersituation in SFL 2011 hat auch die Arbeit im Stipendienprojekt zeitweise stark geprägt. Die Freiwilligen waren im letzten Jahr für mehrere Monate nicht im Ort, und bei ihrer Rückkehr hatten viele Familien ihre Häuser verlassen. So gestaltete sich die Kontaktaufnahme mit den StipendiatInnen und erst recht der Kontakt nach Deutschland ein halbes Jahr lang sehr schwierig bzw. fand praktisch nicht statt. In dieser für alle Beteiligten unbefriedigenden Situation wurde aber auch die sichere Basis deutlich, auf der das Projekt inzwischen steht. In San Francisco Libre bekamen alle Familien jeden Monat zuverlässig von unserer nicaraguanischen Mitarbeiterin Josselyn das Stipendiengeld ausgezahlt, und in Deutschland zeigten die SchülerInnen und PrivatspenderInnen des Projekts viel Geduld und Verständnis für die problematische Kontaktsituation. Dafür ein herzlicher Dank an alle UnterstützerInnen!

 

 
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