Bericht über die Nicaragua-Reise vom 28. Juni bis zum 27. Juli 2013


unterwegs                                                                                        auf der La Guayabita

 

Vier Wochen lang waren wir – sieben aus unterschiedlichen Gründen an Nicaragua interessierte Reiselustige - unterwegs in einem sehr spannenden Land. Und wenn man nicht mit Meyers Weltreisen, sondern mit Axel und Alexa dort unterwegs ist, dann hat man die Möglichkeit, das kleine lateinamerikanische Land auf eine wenig touristische Weise mit ausreichend Muße in vielen seiner Facetten und nahe an den Leuten kennenlernen zu können.

Insgesamt zweieinhalb Wochen unserer Zeit haben wir in San Francisco Libre (im Folgenden SFL) verbracht; genug Zeit um einiges mitzubekommen – vom Ort, der Umgebung, den Menschen, dem Land, seinen Vorzügen und Problemen und nicht zu vergessen der Sprache. Besonders ungewöhnliche Vokabeln wie ultrasonido und peligüey sind uns im Kopf geblieben; ultrasonido, weil während unseres Aufenthalts die Lieferung eines Ultraschallgerätes  aus Deutschland als Spende an das Gesundheitszentrum in SFL erwartet wurde; und peligüey, weil eine von uns Geburtstag hatte und das Anlass für ein großes Fest im Dorf war, bei dem ein Schaf zur Hauptspeise wurde.

 


(v. l.) vor der Bibliothek in SFL, Schulbesuch, Kaffeeplantagenbesichtigung

 

Wer hätte gedacht, dass sich die Tage an so einem entlegenen und unaufgeregten Ort wie SFL auf so interessante Weise füllen lassen. Anlaufpunkt war meist die Bibliothek, eines der gelungenen Projektergebnisse aus der Zusammenarbeit zwischen dem Nicaragua-Verein Oldenburg und dem nicaraguanischen Partner APREDEN. In der Regel begleitet von Leuten aus der nicaraguanischen Partnerorganisation oder alten und neuen so genannten Freiwilligen (weltwärts), hatten wir das Umweltzentrum Guayabita, die Schule, den Hafen und die heißen Quellen zum Ziel, haben uns über den Stand und die Pläne zur Wasser- und Energieversorgung informiert, das Baugelände der neuen Schule und Bibliothek besichtigt und das Gesundheitszentrum besucht. Zwei Tage lang sind wir durch die Gemeinden gefahren, um Stipendiaten zu besuchen, die mit Briefen und Geschenken von deutschen Schulklassen überrascht wurden. Zwei von uns haben ein Fahrrad gekauft, genutzt, um – ohne Angst vor den Gefahren des Waldes oder Dengue-Fieber (im Sommer 2013 eine Epidemie in Nicaragua) – auch in entlegenere Ecken des Gebiets vorzudringen. Beide Räder sind als Spende im Land geblieben. An den Wochenenden und am Ende unseres Aufenthaltes sind wir herumgereist. Das Abenteuer begann bereits mit den Fahrten selbst  - in übervollen Bussen, die uns nach Matagalpa in die Berge, nach Leon oder nach Poneloya und San Juán del Sur an die Pazifikküste brachten. Einige Zeit haben wir auch in Managua verbracht, wo wir am 19. Juli das Spektakel um den 34. Jahrestag der sandinistischen Revolution beobachteten – allerdings ohne die Rede von Ortega am Abend abzuwarten. Da saßen wir lieber bei Sarah‘s zum Essen. Eine kleine Delegation hat sich am Ende noch mit dem Botschafter getroffen, um die Anliegen des Vereins vorzustellen. Und noch kurz vor Abflug hat der Schulleiter der deutschen Schule zweien von uns eine Führung übers Gelände ermöglicht. Einige mussten schließlich Hosen und Handtücher zurücklassen, um die zahlreichen Hängematten im Gepäck verstauen zu können. Ende Juli flogen wir wieder zurück nach Hause - mit dem Gefühl, viel gelernt, gesehen und erkannt zu haben, dass sich ein Spanisch-Kurs jetzt geradezu aufdrängt.

 


Gesundheitsstation in SFL                                                            am Pazifik

 

 
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